Seit langem mal wieder hatte ich wieder richtig Spaß mit dem magenta T. So ein Tag an dem man sich fragt, warum es im Fernsehen eigentlich die drei mit den Mützen nicht mehr gibt.
Ich hatte meinen Telefonanschluss zu Ende Oktober gekündigt, welches auch am 19.10. von der T schriftlich bestätigt wurde. Heute kam dann die Rechnung:
49 Euro Grundgebühr für November
4 Euro Nutzungsabhängige Entgelte im Oktober
100 Euro Technikereinsatz für Instandhaltungsarbeiten
Alles was ich an der Rechnung verstand waren die 4 Euro Nutzungsabhängige Entgelte. Der Rest war mir irgendwie … sagen wir unverständlich. Also gleich bei der Rechnungsstelle angerufen. Erstmal 20 Minuten Warteschleife … dann eine nette Dame. Ich:
“Guten Tag. Ich hab ein Problem mit meiner Rechnung. Die Kundennummer ist XXXXX”. Sie “ok, was ist das Problem”. Ich “Ich möchte Einspruch erheben” … dann in der Leitung “tut tut tut tut…”
Super – kaum erwähnt man das Wort Einspruch, wird die Verbindung getrennt. Also wieder anrufen. Nach 20 Minuten Warteschleife hab ich dann nen netten Herrn dran. Ich sag ihm, dass ich ein Problem mit meiner Rechnung hab, aber der E-Wort nicht erwähnen, will, weil danach eben die Verbindung kommentarlos getrennt wurde. Als er wirklich wissen wollte, welches E-Wort ich meine, und ich darauf sagte “Einspruch”´, fand er das sehr lustig. Also ich weniger, aber erklär ihm, dass die Anschlusskündigung zu Ende Oktober am 19. Oktober schriftlich bestätigt wurde, und deshalb ich keine Lust mehr habe Grundgebühren für November zu zahlen. Das sah der nette Mensch dann auch sofort ein.
Gut. Eines schon mal geschafft. Kommen wir mal zu den Technikerkosten. Ich hatte keinerlei Instandhaltungsarbeiten beauftragt. Er schaut nach und sagte, im September sei eine Störung gemeldet worden, welche durch einen Aussentermin geprüft wurde und sich als Kabelverbindung zweiter Telekom Erdkabel herausstellte, aber mein Modem Vor Ort resettet wurde durch den Techniker. Ok … aber was kann ich dafür wenn der benachbarte Bagger die T-Kabel kaputt macht. Also sag ich Ihm, dass ich die Kabel nicht ausgegraben und zusammen geschaltet hätte … nach kurzer Rücksprache seinerseits mit der Fachabteilung konnte er das bestätigen und will auch den Betrag gutschreiben.
Nun habe ich Lastschrift … wie 90% der T-Kunden …
Also frag ich ihn, ob er das so drehen kann, dass nur die unstrittigen 4 Euro abgebucht wird. Leider verneinte er das und meinte, ich soll mal den kompletten Betrag abbuchen lassen, das würde dann im Dezemberrechnungslauf wieder gutgeschrieben.
Auf meine Frage, ob das dann auch verzinst zurück gezahlt würde bekam ich nur ein verschämtes …” eher nicht”.
Ok … also mal schaun, man kann Abbuchungen auch rückgängig machen.
Dennoch bewog mich das zu einem interessanten Rechenspiel:
Die T hat ca. 20 Mio Kunden. Wenn nur 10% der Rechnungen um 50 Euro falsch sind, die die Jungs mit der nächsten Rechnung gutschreiben, und ich für die entsprechenden Beträge einen Zinssatz von 1% ansetze, welche die T einstreicht ohne sie an die Kunden zurückgeben, machen die Im Jahr alleine 12 Mio Euro Umsatz nur an den 4 Wochen verzögerten Gutschriften.
Da frage ich mich dann schon, ob das EDV System oder Geschäftsmodell – basierte Dinge sind … möge sich jeder dazu denken, was er will, aber ok finde ich das nicht …
