Quo vadis Twitter – oder über die Freiheit zu reden

Feb 18, 2009 von as

Twitter hat sich nun dich sehr weit in der Internetgemeinde durchgesetzt, und viele twittern und schreiben über dies und jeneses per Microblog. Ganz zwanglos und was sie gerade Lust haben. Da können die Moralapostel, welche Ihre ganz eigenen, sehr subjektiven Twitter-quetten aufstellen natürlich nicht auf sich warten lassen.

Einen der besten, “ich-will-das Netz Regeln Artikel” habe ich gestern gefunden. Schön, dass die Journalisten nun der Internetgemeinde sagen wollen, wie ein neuer Dienst funktionieren soll. Wenn sovieles an Twitter nervt, kann man das ja ganz einfach abstellen: unfollowen, oder sich erst gar nicht mehr anmelden.

Ich denke gerade auch die ganzen Belanglosigkeiten machen den Service aus. Wenn ich privat twittere, erzähle ich nun mal gerne über die Tasse Kaffee vor mir, oder auch dass ich nun Weg muss, sogar ganz ohne Hintergedanken, dass ich das nun schreibe, um den Eindruck zu hinterlassen extra wichtig zu sein.

Vielleicht denken manche Menschen doch anders. Jede Vermutung über das Handeln eines Dritten, läßt ja auch Gott-Lob hier auch immer einen Blick in die Denkweise und naheliegende Handlungsweise des Vermutenden zu. Ich glaube nicht, dass die ganze Twitter-Gemeinde nur aus niederen Beweggründen handelt.

Twitter kommt mir derzeit ein bisschen so vor wie IRC vor guten 15 Jahren. Man trifft sich zwanglos online, plaudert über dies und jenes. Natürlich erzählt man dabei auch über die profanen Dinge und auch über die wichtigen, zB der gewonnene Pitch. Und natürlich weist man auch auf seine eigene Blogbeiträge, Fotos, etc. hin.

Für mich macht genau dies alles das Gezwitscher im Netz aus.Ich habe mich persönlich z.B. zu einer zweigleisigen Strategie entschlossen. Ich betreibe einen Twitter Li{v|f}E-Stream, hier schreibe ich über die profanen Dinge des Lebens, was ich treib, was mich nervt und was ich im Netz so finde.

Wem das zuviel ist, aber auch per Twitter keine Announces oder wirklich wichtiges verpassen will, der darf gerne meinem Public-Profil folgen, hier schreibe ich sehr sehr viel weniger. Ich habe ja auch eine offizielle Webseite und einen Blog. Warum also sinngemäß nicht auch gleiches auf Twitter übertragen ?

Twitter ist eine nette Mischung aus Chat, Email, SMS, und Newsticker. Und alle Funktionen kann man vereinen. Will man ein wenig daüber chatten geht dies genau so wie sich von Tickern über aktuelle Dinge informieren zu lassen.

Also lasst doch bitte den Nutzern die Möglichkeit sich Ihre Nutzung auszusuchen und versucht nicht alles zu regeln und zu reglementieren. Freiheit ist doch etwas sehr schönes, ich verstehe nicht, warum soviele Menschen mit der Ihnen gegebenen Freiheit nicht umgehen können.

Ticker bei Twitter (Beispiele):

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